3. Nationalsozialismus 1933-1945
3.1 Niedergang der Weimarer Republik/ Aufstieg der NSDAP

Nachdem der Erste Weltkrieg zwangesläufig zum Zusammenbruch der Monarchie geführt hatte, wurde der erste Versuch
Deutschland demokratisch zu regieren gestartet. Folgeprobleme, die durch den ersten Weltkrieg ausgelöst waren und für die die Demokrate nichts konnte, waren Bürgerkriege, Aufstände, der Versailer
Vertrag, die Infaltion und die Ruhrbesetzung. Die Demokratie mit den Partein SPD, Zentrum, DDP und der DVP stand zwischen zwei Gruppierungen, welche beide ein Ziel hatten: Die Abschaffung der
Demokratie!!! Auf der rechten Seite stand die DNVP, welche eine autoritäre Staatsform bevorzugten und die NSDAP, die das Einparteinsystem schließlich durchsetzen konnte. Diese beiden Partein
schlossen im Oktober 1931 ein Bündnis, welches uns heute als Harzburger Front bekannt ist. Die Rrchten betrieben moderne Propaganda gegen die Demokratie und nutzen die schlechte Situation des
Staates aus, indem sie verprachen die Situation bessern zu können.Sie wurden von den Eliten aus dem Kaiserreich unterstützt (Bürokratie Reichswehr, Justiz) Auf der anderen Seite standen die
Linken, die KPD. Sie verfolgten eine sozialistishe Räterepublik wie in Russland.Die Arbeiterschaft stand, wie auch schon in Russland, hinter dieser Partei. Die Demokratie konnte also nur
schietern, obwohl sie vom Bürgertum unterstütz wurden. Allerdings wanden diese sich nach vielen Krisen vermehrt radikalen Partein zu.
wie kam Hitler an die Macht?

Nachdem Hindenburg längere Zeit empfohlen worden war Hitler als Reichskanzler einzusetzen, gab er schließlich nach. Hindenburg war ein Kriegsheld im ersten Weltkrieg gewesen ( adeliges
Umfeld).
Nachdem die demokratischen Partein ab 1930 keine Mehrheit mehr bilden wollten und ab1932 keine Mehrheit mehr bilden konnten, hatte Hitler freie Bahn
Die nachfolgende Tabelle zeigt klardeutlich welche Schritte wann gemacht wurden und weswegen die NSDAP mit Hitler an ihrer Seite an die Macht kam
.
3.2 Machtergreifung
- 30.1.1933: Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch Hindenburg
Ziel: Neuwahlen und mögllichst Zweidrittelmehrheit der Stimmen, dann wäre "legale" Verfassungsänderung möglich
- Ab Anfang Februar 1933: Sofort einsetzende Verfolgung politischer Gegner
- 27.2.1933 Reichstagsbrand
- 28.2.1933: Verordnung des Reichspräsidenten zum "Schutz von Volk und Staat" ("Brandverordnung"): weitere Einschränkungen der Grundrechte
- 5.3.1933: Wahlen: NSDAP: 44%, DNVP: 8%
- 21.3. 1933 Tag von Potsdam: Propagandaveranstaltung zur Eröffnung des neuen Reichstags
- 23.3.1933 Ermächtigungsgesetz: Weimarer Verfassung ausgehebelt.
- 30.6.1934 Röhmputsch: Hitler lässt Röhm, Führer der SA und andere innerparteiliche Gegner ermorden
- 2.8.1934 Tod Hindenburgs: Hitler nennt sich Führer und Reichskanzler
3.3 Gleichschaltung
Wie Hitler selbst die Kinder von sich überzeugen konnte- Kommentar zu einer Schulfibel
Dieses Bild (links) aus einer Schulfibel zeigt deutlich wie der NS- Staat die Kinder von ihrer Geburt an beeinflusste. Er köderte sie durch Spiele, Ausflüge und so weiter. Da die Kinder vor ihrem 10. Lebensjahr dem Elternhaus unterstellt waren und nicht in wie die 10 jährigen im Jungvolk oder Bund dt. Mädels, musste
er sie anders erreichen können. Dies gelang ihm durch die Gleichschaltung der
Schulen. Während die Kinder lesen und
schreiben mit ihrer Schulfibel lernten, bekamen sie ganz ohne es zu merken eingetrichtert wie toll und nett der NS- Staat doch sei. Wie man im Bild (rechts) deutlich sehen kann, baute Hitler in
seine Schulfibeln auch alte christliche Glaubenstraditionen mit ein wie zum Beispiel die Tradition des Nikolauses. Und jeder weiß doch wie sehr Kinder Geschenke lieben.
Bevor die Kinder mit 10 Jahren in den Apparat der „Jugendförderung“ Hitlers gelangten wurden sie schon durch den NS- Staat beeinflusst. Die Kinder selbst verstanden es oft nicht, dass daran etwas falsch sein könnte, sie wuchsen ja damit auf und es hatte ihnen ja auch nie jemand etwas böses getan. Man nahm sie mit auf Ausflüge und Zeltlager. Außerdem spielten sie in den Jugendgruppen lustige Spiele und hatten Spaß. Dass sie dafür irgendwann ihren Kopf für hinhalten müssen, dass war ihnen natürlich nicht klar.
Gleichschaltung in den verschiedenen Bereichen des Lebens
Schule
-Enlassungen: 7.4.1933 Gesetz zur "Wederherstellung des Berufsbeamtentum"
(Beamten, die nichtarischer Abstammung sind (Juden) oder dem Staat keinen politischen Rückhalt geben können(die polititsch nicht zuverlässig sind), werden in den Ruhestand versetzt.
- Alte Schultypen werden beseitigt (Konfessionsschulen) und Gemeinschaftschulen werden eingefürt um den kirchlichen Einfluss zu veringern.
-Lehrpläne werden auf die Ideologie angepasst. Erziehng im Sinne des NS. (Aufgabe: Jugendliche mit dem Geist des Nationalsozialismus zu erfüllen und sie zu Vorkämpfern der neuen Weltanschauung zu
machen)
Staat & Parteien
- Landtage und Reichsrat aufgehoben. Reichsstatthalter (NSDAP) statt gewählte Landesregierungen.
- Verbot von SPD und KPD 1933, die anderen Parteien lösen sich daraufhin auf. Es wird ein Gesetz gegen die Neubildung von Parteien gemacht.
- Die eh schon monarchistisch gestimmte Justiz und Bürokratie wird durch ein Gesetz zur "Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" (April 1933) weiter ausgesiebt, sodass nur noch Nationalsozialisten vorhanden sind. Die Rechtslastigkeit der Richter in der Weimarer Zeit zeigt sich in folgender Statistik:
Gewerkschaften
Für Hitler stellen die Gewerkschaften eine potentielleGefahr dar.
Am 1. Mai führte die NSDAP den "Tag der Arbeit" als Feiertag ein, um die Gewerkschaften in Sicherheit zu wiegen.
Am 2.Mai wurden dann unerwartet die Gewerkschaftshäuser gestürmt und ausgeräumt. Die Führer wurden festgenommen.
Alle Arbeitnehmer werden in die deutsche Arbeitsfront eingegliedert.
18. Mai 1933 Bücherverbrennung an Universitäten
Zwangsmitgliedschaft in Reichskulturkammer. - Unliebsame Künstler sind ausgeschlossen.
Kunst und Kultur im Dienst der staatlichen Ideologie: Rasse, Kampf, Führerprinzip, Volksgemeinschaft
Rechtfertigung:
§1
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda wird beauftragt und ermächtigt, die Angehörigen der Tätigkeitszweige, die seinen Aufgabenkreis betreffen, in
Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammenzufassen.
§2
Gemäß § 1. werden errichtet: 1. eine Reichsschrifttumkammer, 2. eine Reichspressekammer, 3. eine Reichsrundfunkkammer, 4. eine Reichstheaterkammer, 5. eine Reichsmusikkammer, 6.
eine Reichskammer der bildenden Künste [...]
[...]
§5
Die im § 2. bezeichneten Körperschaften werden gemeinsam mit der vorläufigen Filmkammer, die den Namen Reichsfilmkammer erhält, zu einer Reichskulturkammer vereinigt. Die Reichskulturkammer steht unter der Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda.
Polizei und SS
- Beamten, die nicht ins politische Bild passten oder jüdisch waren wurden entlassen.
- Politischer Willen der NSDAP wurde auch mit Gewalt durchgesetzt. Gegner der Diktatur wurden eingeschüchtert oder ausgeschaltet.
- Wegen politischer Bedeutung der Polizei für den NS-Staat musste die Polizei stärker von der Partei kontrolliert we
rden. Hitler übertrug Heinrich Himmler, Führer der SS (Schutzstaffel) diese Aufgabe.
- Nach der Mordaktion gegen den SA-Führer Röhm im Juni 1934 wurde die SS aus der SA ausgegliedert.
→SA verlor an Einfluss.
- Die Gestapo (geheime Staatspolizei) verbreitete Angst, durch Anordnung von Schutzhaft in Gefängnissen, Arbeitserziehungs- und Konzentrationslagern, durch brutale Folter, sowie durch Ermordung
Gefangener.

Jugend:
Die ganze Jugend war zu Zeiten des Nationalsozialismus durch ein in der Hitlerjugend zusammengefasst.
Ebenfalls durch ein Gesetz wurde gesichert das die Erziehung der Hitlerjugend (außer in Elternhaus und Schule) in der Hand der Nationalsozialisten war.
--> Die Jugend war volkommen in Händen des Reichsjugendführers, also in den Händen der Nationalsozialisten.
--> von 10 bis 14 sind die Kinder verpflichtet in das deutsche Jungvolk zu gehen, von 14 bis 18 in die Hitlerjugend.
Für die Jugendlichen in der HJ selbst war es anfangs noch lustig und wahrscheinlich auch spaßig, sie waren mit Freunden zusammen und konnten Spiele machen.
Doch zur Endphase des Krieges wurden Kinder aus der HJ in den Krieg geschickt.
Reichswehr
Die Reichswehr ist nicht nur das wichtigste Instrument im Kampf gegen andere Rassen und Nationen, sondern war sie auch in der Lage gegen die NSDAP zu putschen.
die Gleichschaltung verlief eigentlich reibungslos:
→ die Reichswehr unterstützt die DNVP, mit deren Macht Hitler an die Macht kam.
→die erhofften sich von Hitlers Ankündigungen einen nahtlosen Fortsetzung der imperialistischen Außenpolitik des Kaiserreiches.
→Berufssoldaten und Offiziere dachten oftmals nationalistisch, Hitlers Propaganda entsprach deren Einstellungen.
→Hitler versprach Aufrüstung und trieb das Militär voran. Dadurch steigert er dessen Selbstbewusstsein und dessen Dankbarkeit
→Die Einführung der Wehrpflicht 1935, steigert das Selbstwertgefühl der RW und eröffnete ganz neue Karrieremöglichkeiten. (Viele neue Stellen wurde von den Parteigängern der NSDAP besetzt)
→Nach Tod Hindenburgs spielt der Eid auf den Führer eine große Rolle (der heilige Eid des unbedingten Gehorsam)
Als Hitler im Oktober 1937 bei der Hoßbach-Protokoll-Sitzung seine Kriegspläne offenbarte, gab es vereinzelt Widerspruch z.B. äußerten der Kriegsminister Blomber und der Oberbefehlshaber des
Heeres von Fitch gut gemeinte Warnungen, darauf hin wurden sie aus ihrem Amt entlassen, da Hitler keinen Widerspruch duldete.
1938 trat auch der Chef des Generalstabes des Heeres, Ludwig Beck, zurück.
Doch all das konnte den Krieg nicht verhindern.
Kirche
Da 95% der Deutschen zu eine der beiden Kirchen gehörten und Hitler auch diese Leute ansprechen und von sich überzeugen wollte, brauchte er zur Machtergreifung 1933 die Zustimmung der Kirchen.
Doch da das Regime des Nationalsozialismus und der christliche Glaube in keine Weise übereinstimmten, hatte Hitler ein Problem.
Dennoch erreichte das NS-Regime zumindest die politische Anpassung und Ausschaltung beider Volkskirchen.
Folgende Faktoren trugen dazu bei:
- auch kirchliche Würdenträger erhofften sich das Ende der Weimarer Republik (der Gedanke an das Ende der Weimarer Republik war stärken als der an mögliche Gefahren)
- Katholische und evangelische Geistliche bedauerten den Bedeutungsverlust der Religion, der aus dem Sturz der Monarchie resultierte
- die inneren Strukturen und Einstellungen der beiden Kirchen waren traditionell wenig demokratisch und schwächten die Abwehrkraft gegen die Diktatur.
Hitler nützte diese Faktoren für sich aus und verkündete in einer Regierungserklärung vom März 1933, dass er die Wichtigkeit der Kirchen beibehalten und bewahren werde.
Während der Weimarer Republik gab es schon Unstimmigkeiten zwischen der demokratischen Regierung und dem Vatikan: Der Vatikan war sehr hierarchisch( ein Bischof, der alles bestimmt hat), wobei
die demokratische Regierung die Stimmen aller berücksichtige.
Innerhalb der Kirche gab es zwei verschiedene Gruppierung: Zum einen die "bekennende Kirche", welche sich gegen das NS_Regime stellte und zum anderen die „Deutschen Christen", welche Hitler
unterstützten. Somit war klar , dass sie bei den Synodalwahlen des Jahres 1933 von Hitler unterstützt und geputscht wurden. Erwartungsgemäß siegten die „Deutschen Christen" und setzten Ludwig
Müller als ihren Reichsbischof ein

Gleichschaltung der Gesellschaft
Es gab ein sehr zielgerichtetes System der NSDAP, das die Jugend schon früh an die NSDAP gewöhnte. Das Ziel war, dass die Kinder schon von Anfang an so dachten, wie es die NSDAP wollte. Kinder
unter 6 Jahren lebten in ihrem Elternhaus. Die Jungen wurden schon mit 10 Jahren teil des Jung Volkes und die Mädchen teil der Jung Mädel. Somit wurden sie schon früh mit den Parolen der NSDAP
bekannt gemacht. Die Hitlerjugend bzw. Bund Dt. Mädel begann für die Jungs und Mädchen ab 14. Die Jungs wurden ans Militär gewöhnt. In den Arbeitsdienst traten Männer wie Frauen im Alter von 18
Jahren. Frauen ab 21 wurden als Erhalterin des Volkes bezeichnet. Die Männer hingegen wurden zur Reserve wie zur Landwehr einbezogen. Sie mussten das tun, was die NSDAP vorschrieb und durften
ihren eigenen Intressen nicht nachgehen. Das ganze System war ein wichtiges Mittel zur Machtsicherung der NSDAP.
Der gleichgeschaltete Volksgenosse
Unter Gleichschaltung versteht man eine Serie von Anordnungen und Maßnahmen zur systematischen Ausrichtung aller staatlichen Organe, politischen und gesellschaftlichen Kräfte, Organisationen und Gruppen und letztlich des einzelnen Bürgers auf die Ziele der einen Partei und den Willen des Diktators. Die Maßnahmen der NSDAP, die gleich nach der Machtergreifung ergriffen wurden, waren heftige Propaganda, die auch schon vor der Machtergreifung eingesetzt wurde, Anordnungen der Regierung, gesetzliche Regelungen, Gewaltandrohungen und brutalste Unterdrückung (z.B. Kommunisten, Sozialdemokraten) . Das Ziel war die totale Durchdringung der Gesellschaft und Bindung an die eine Partei, die NSDAP und den Führer.

Das Schaubild zeigt, wie die Bürger zu uniformierten Untertanen werden. Dieser Vorgang gelingt der NSDAP aus verschiedenen Gründen:
- Deutschland hat eine obrigkeitsstaatliche Tradition, der Kaiser war also an der Macht. Viele wünschten sich solch einen Machthaber zurück.
- Die vielen Krisen der Weimarer Republik werden propagandistisch ausgeschlachtet. So bekommt die NSDAP immer mehr Stimmen.
- So an die Macht gekommen, unterdrückt die NSDAP politische Gegner wie die Kommnisten und die Sozialdemokraten. Gleichzeitig kontrolliert sie die Presse, sodass davon kaum etwas an die
Öffentlichkeit dringt, oder die Ereignisse als großartiger Erfolg der NSDAP dargestellt werden (Propaganda).
- Weitere Durchdringung der Gesellschaft durch die Gleichschaltung.
- Die Propaganda berichtet von Erfolgen, sodass die Stimmung im Volk weiter in die gewünschte Richtung gelenkt wird.
3.4 Ideologie
Der Rassismus
Der Rassismus ist die Unterscheidung Menschen nach ihrer Rasse. Dass es verschieden Rassen gibt ist zwar korrekt, aber die Ideologie der Nationalsozialisten prägte vor allem auch, die Idee ,es gäbe minderwertige Rassen. Sie, die arische Rasse, sei die einzig wahre, so der Gedanke.
Sozialdarwinismus
Der Sozialdarwinismus ist der Kampf der Rassen. Laut ihrer Ideologie sei der Kampf der Rassen ein Naturgesetz und die bessere (arische) Rasse würde immer als Sieger hervorgehen.
Antisemitismus
Hitler war der Ansicht alle Juden auf der Welt hätten eine so genannte „Weltverschwörung der Juden" im Untergrund geplant und er meinte ebenso das Ziel dieser angeblichen Verschwörung sie die Ausrottung der germanischen Rasse. Die jüdische Rasse hätte allgemein einen parasitären Charakter. (falsch denn: Judentum ist eine Religion, keine Rasse)
Laut Hitler waren die Juden eine minderwertige Rasse und mussten vernichtet werden.
Führerprinzip
Das Führerprinzip bezeichnet das Prinzip, dass der Stärkere sich durchsetzt. Es ist eine antidemokratische Haltung. In einer Diktatur verfestigen sich Fehler, da keine Kritik mehr möglich ist.
Antimarxismus
Hitlers größter politischer Feind waren die Kommunisten. Diese galt es auszurotten. Antimarxismus war der Begriff dafür, denn Marx hatte den Kommunismus als Ideengut „erfunden". Rassenkampf statt Klassenkampf.
Volksgemeinschaft
Die Volksgemeinschaft waren alle diejenigen die der arischen Rasse angehörten und sich mit dem politischen Programm der NSDAP abfinden konnten. Die Volksgemeinschaft diente der Eroberung von Lebensraum als Kampfgemeinschaft.
3.5 Expansion bis 1939
3.6 Judenverfolgung
Ursachen:
- Christliche Tradition: die Juden sind die „Mörder Christi“ (Orientierung an der mittelalterlichen, katholischen Kirche)
- Rassismus im 19. Jahrhundert (Gobineau, Chamberlain) wirken im 20. Jahrhundert fort
- Neid
- Sündenbock
- wirtschaftliche Vorteile durch Arisierung
- Fremdenfeindlichkeit/Reaktion gegen erfolgreiche Integration
Maßnahmen:
- April 1933: Boykott jüdischer Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte durch Gesetze
→jüdische Geschäfte wurden durch den Davidstern markiert
- 7.4.1933: Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
- 22.9.1933 und 4.10.1933: jüdischen Künstlern und Journalisten war es verboten zu arbeiten
- 1935: „Juden unerwünscht“-Schilder werden angebracht
- 15.9.1935: Definition des Begriffs „Jude“ bzw. „Arier“ Reichsbürgergesetz: Aberkennung der bürgerlichen Rechte, Gesetz zum „Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“
→ keine Ehe; keine christliche Knechte, Mägde oder Sklaven
- 9.11.1938: Reichspogromnacht: hunderte Menschen ermordet, ca. 30.000 in Konzentrationslager verschleppt, fast alle Synagogen zerstört als Reaktion der Menschen auf die Ermordung von
Delegationssekretär durch jüdischen Student
- 12.11.1938: Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben: Schließung aller jüdischen Geschäfte, Enteignungen („Arisierung“) der jüdischen Betriebe
- ab Ende 1939: Ausgangsbeschränkungen, Beschlagnahme der Rundfunkgeräte, Judenstern, Einzug der Führerscheine, Zwangsvornamen Israel und Sarah, Schließung jüdischer Schulen ...
- ab April 1939: Juden werden konzentriert in Judenhäusern oder Ghettos untergebracht
- ab 22.6.1941: Beginn der Massenerschießung nach dem Überfall auf die Sowjetunion
- ab August 1941: Kriegseintritt der USA, Folgen: Beschluss: Vernichtung von 11 Millionen europäischen Juden, Auswandungsverbot im Deutschen Reich, Wannsee-Konferenz: Koordination der
„Endlösung“
- ab Dezember 1941: Einsatz von Gas als Vernichtungswaffe im KZ
→Insgesamt ca. 6 Millionen jüdische Opfer
Vernichtung von Minderheiten: „Zigeuner“ (ca. 500.000 Ermordete), Behinderte, Homosexuelle, religiöse Gruppen
3.7 Widerstand

Kommunisten
Nachdem Hitler die KPD verbot, formieren sich die Kommunisten in kleinere Gruppen um Flugblätter und ähnliches zu verteilen. Manche Parteifunktionäre fliehen ins Ausland und agieren aus dem „Exil“ heraus.
SPD
Da eine gemeinsame Widerstandsfront zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten unmöglich war, weil die Differenzen unüberbrückbar waren, versuchten sie letztendlich ein Kompromiss mit Hitler zu finden, der jedoch scheitert. Einige fliehen ins Ausland, der Rest kann untertauchen und im Untergrund agieren.
Widerstand aus evangelischen Gründen
1933 schließen sich evangelische Geistliche zum „Pfarrer-Notbund“ zusammen
Widerstand aus katholischen Gründen
Die Katholiken setzen sich zum Teil trotz des Konkordats gegen die Gleichschaltung der katholischen Verbände, die Zensur der kirchlichen Presse, die
Behinderung der katholischen Erziehung in den Schulen und gegen die Überwachung von Geistlichen zur Wehr und Hitlers Befehl zur Ermordung Geisteskranker zur Wehr.
Der Kreisauer Kreis
Geistiger Mittelpunkt sind die Freunde Helmuth James Graf
von Moltke und Peter Graf York von Wartenburg. Ziel der Kreisauer ist es, Grundzüge einer geistigen, politischen und sozialen Neuordnung nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes zu
erarbeiten.
Innenpolitische Pläne der Verschwörer des 20. Juli 1944
Die Widerstandskämpfer wollen mit ihrem Anschlag auf Hitler die nationale Katastrophe des
Deutschen Reiches verhindern und den längst verlorenen Krieg so schnell wie möglich beenden.
Die Rote Kapelle
Schon in den frühen 30er Jahren bilden sich um den Berliner Oberregierungsrat Arvid
Harnack und den Mitarbeiter des Reichsluftfahrtministeriums Harro Schulze-Boysen Widerstandskreise, denen sich im Laufe der Jahre mehr als 100 Gegner des Nationalsozialismus ganz
unterschiedlicher sozialer Herkunft und weltanschaulicher Traditionen anschließen
Die Weiße Rose
Studenten schließen sich zu der weißen Rose zusammen und verteilen Flugblätter. Sophie Scholl un ihr Bruder sind hier wohl die berühmtesten.






