5.1.1 kurze Zusammenfassung/ Antikes Griechenland

1)     Ausbreitung des griechischen Kulturraums

„Polis“ = kleiner unabhängigen Stadtstaat.

größte Polis war Athen mit ca. 250 000 Einwohnern,

Stadtstaaten verband die Religion, die Sprache, Kultur, die Spiele.

zwei Auswanderungswellen über den Mittelmeerraum (Ca. 750 nach Westen: Süditalien, Sizilien, Südfrankreich, Lybien ca. 650 nach Osten: Schwarzes Meer, Thrakien.)

2) Die Griechen – Erfinder der Demokratie

Ursachen der Entwicklung zur Demokratie:

Wachsende Bevölkerung

ungerechte Landverteilung (Adel besitzt das meiste Land)

Missernten, Kleinbauern können sich von ihrem Land nicht mehr ernähren, nehmen Schulden auf und werden in die Schuldknechtschaft (Sklaverei) getrieben -> wiederholt stasis/Aufstände

  Solon

•         Wiederherstellung des freien Kleinbauerntums

•         die Beseitigung der Schuldknechtschaft (durch Schuldenannullierung

•         Rückkauf der Athener, die wegen Schulden auswärtig als Sklaven verkauft wurden.

•         Ausschluss der Haftung mit dem Leib für die Zukunft

•         begrenzte er den Grundbesitz auf ein Höchstmaß à Erhaltung kleinerer Bauernhöfe

 

Timokratische Ordnung:

•         Die Pentakosiomedimnoi (Ernteertrag über 500 Scheffel pro Jahr) waren als einzige zu Archonten wählbar;

•         Die Hippeis (über 300 Scheffel) nach einiger Zeit auch Zugang zum Archontat, leisteten Wehrdienst mit dem Pferd

•         Die Zeugiten (über 200 Scheffel) taten Militärdienst, ebenfalls eingeschränktem Ämterzugang

•         Die Theten (unter 200 Scheffel): Bei Militäreinsätzen nur leicht bewaffnet, hatten nur in Volksversammlungen und im Volksgericht Mitwirkungsrechte.

   Kleisthenes

Reformen des Kleisthenes:
- Einteilung des Attischen Staatsgebiets in drei große Teile, diese sind wiederum eingeteilt in 10 Teile
- Repräsentanten jedes kleinen Teils im Rat der 500 --> Schwächung des Einflusses der Adligen

•         462 v.Chr.: Verfassungsänderung
- Entmachtung des Aeropag

 

Perikles (457 v.Chr.)

- auch Theten dürfen sich polit. beteiligen
- Sold für Richter und Mitglieder des Rats der 500
- Amtsträger mussten eine Mutter und einen Vater aus Athen haben
 --> auch Arme konnten es sich leisten, sich politisch zu beteiligen, Adlige hatten oft einen Elternteil aus einer anderen Polis
- Amtsträger werden durch Los für ein Jahr bestimmt

 
3) Die Griechen - Erfinder Namens "Europa" - Mythen, Sagen, Götter

Der Olymp = Gebirge, 3000 Meter hoch, ist Wohnort der Götter, welche eine menschliche Gestalt und menschliche Eigenschaften besaßen.

 

 

Gott

Aufgabe

Symbol

Sonstiges

Zeus

Göttervater, Wettergott

Blitz/ Eiche / Adler

 

Hera

Himmelskönigin

Pfau/ Getreide

Schwester/Gemahlin von Zeus

Poseidon

Gott des Meeres

Dreizack

Bruder des Zeus

Hades

Gott der Unterwelt

Zweizack, bärtig, dreiköpfiger Hund

Bruder des Zeus, lebt nicht im Olymp

Hestia

Göttin des Familien- und Staatsherdes, des Herd- und Opferfeuers und der Familieneintracht

 

Schwester des Zeus, ewige Jungfräulichkeit

Aphrodite

Göttin der Liebe, Schönheit

Pflanzen, Tiere, Muschel

Schönste Göttin

Apollon

Gott d. Künste/ Licht

Kithara/ Pfeil+Bogen

Zwillingsbruder d. Artemis

Artemis

Göttin der Jagd/ Waldes/ Frauen/ Kinder

Pfeil+Bogen/ Tiere/ Mondsichel

Grausam, streng, ewige Jungfräulichkeit

Athene

Göttin der Weisheit

Eule

Jungfräulichkeit

Ares

Gott des Krieges

Fackel, Hund/Geier, Schwert,Helm,Schild

Aggresiv, unbarmherzig

Demeter

Göttin der Fruchtbarkeit

Weizenähre, Früchte, Samen, Tiere

Schwester von Zeus

Hebe

Göttin der Jugend

 

Schwester des Ares

Hermes

Schutzgott der Reisenden

Geflügelter Helm+ Schuhe, Hermesstab

 

Polytheismus (=Vielgötterei)

 

4) Die Griechen - Erfinder der Olympischen Spiele

Zeitraum von 767 v Chr. bis 393 n Chr im Zyklus von 4 Jahren

Der Sieger :einen Siegerkranz, Ruhm und Ehre,

 Zugelassen für die Spiele waren alle volljährigen, männlichen Griechen.

Disziplinen: hippische-& gymnishe Disziplinen. (gymnischen Spielen:  Stadion- & Doppel- & Lang - & Waffenlauf, wie das Ringen, der Faustkampf, Pankration und der Fünfkampf (Diskuswerfen, Weitsprung, Speerwurf, Laufen, Ringen)).

5) Die Griechen - Erfinder der modernen Literatur                        

Epik:

jenen Stil der sich in ausschweifenden Detailbeschreibungen ergötzt: Homer (8.JH v.Chr.) schreibt im 8. JH die Ilias und die Odyssee, die Geschichte des trojanischen Krieges

Lyrik:

-> sehr individueller Ausdruck von Gefühlen und Erfahrungen (Gedichte). 

Dramatik:

z.B Euripides (480 bis 406): Z.B. Elektra (413) – die meisten Stücke sind verloren; (Elektra trauert um den Vater Agamenon, der nach der Rückkehr aus Troja vom neuen Ehemann ihrer Mutter Klytemnestra erschlagen wird)

6) und 7) Die Griechen erfinden die Philosophie und die „Naturwissenschaften“

Noch keine Trennung zw. Naturwissenschaften und Philosophie.

Seit Thales von Milet  (ca. 625 bis 546 v. Chr.), versuchen die Griechen die Welt zu verstehen. Unerklärliche Phänomene werden nicht auf übersinnliche Kräfte auf die Mythologie/Götter zurückgeführt, sondern man versucht die Prinzipien die Wirkungsweisen hinter den Phänomenen zu verstehen. Wenn man auch oft falsch lag, so war die Herangehensweise revolutionär.

Ein Grieche hatte Bezeichnungen für Mathematiker, Architekten, Meteorologen, Ärzte, aber ein Naturwissenschaftler war immer ein Philosoph. Philosophen und Naturwissenschaftler wollten die Welt erklären - daher blieben die Bereiche für die Griechen zusammen. Dies gilt auch, obwohl Sokrates kein Interesse für die Naturwissenschaften hatte, während manche Astronomen kein Interesse für spekulatives Denken hatten.

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: